Artikel
Viele unserer Kunden wünschen sich eine Website mit vielen Flash-Effekten und -Animationen. Doch dabei verlieren sie oft die Bedürfnisse ihrer Nutzer aus den Augen.
Was ist Flash?
Flash ist ein Dateiformat, das speziell zur Darstellung animierter, also bewegter, Bilder geschaffen wurde. Flash ist auf deutschen Websites noch immer recht häufig anzutreffen, insbesondere in Werbebannern und Intro-Seiten, teilweise auch in Navigationsmenüs. Seit einigen Jahren wird aber zunehmend weniger Flash eingesetzt. Warum ist das so?
Reizüberflutung
Die Menschen durchsuchen das Internet nach Informationen, denen sie einen gewissen Nutzen abgewinnen können. Sie haben schnell gelernt, dass blinkende und sich bewegende Elemente auf einer Website in der Regel Werbung darstellen und somit keinen unmittelbaren Nutzwert für sie haben. Dieses innerhalb der letzten Jahre erlernte Verhalten ist dermaßen ausgeprägt, dass Benutzer regelrecht blind geworden sind gegenüber allem, was sich auf einer Website bewegt oder anderweitig um Ihre Aufmerksamkeit schreit. Man spricht hier auch von "Banner-Blindheit".
Flash ist nicht semantisch
Eine Datei, die mit Hilfe von Flash erstellt wurde, ist nicht semantisch, das heißt eine Suchmaschine kann die Datei zwar aufspüren, weiß aber nicht welche Informationen sie beinhaltet. Dies ist ein wichtiger Unterschied zu einer Website, die im klassischen (X)HTML-Format erstellt wurde. Deren Inhalte können von einer Suchmaschine Wort für Wort gelesen und entsprechend katalogisiert werden.
Flash kann nicht mit anderen Komponenten interagieren
Da Flash ein in sich geschlossenes Dateiformat ist, kann es auch nicht mit anderen Komponenten eines Systems interagieren. So kann man zum Beispiel keine Website in Flash erstellen und diese dann über ein Content Management System (CMS) mit Daten füttern. Auch das heute so wichtige Aktualisieren von Daten gestaltet sich bei einer reinen Flash-Website enorm schwierig.
Wann soll ich Flash einsetzen?
| Einsatzgebiet | Empfohlen? | Grund |
|---|---|---|
| Navigation und Menüs | Nein | Änderungen sind sehr aufwendig |
| Intro | Nein | Verwehrt den Zugang zur Website |
| Rotierendes Bild auf der Website | Nein | Wird automatisch mit Werbung assoziert |
| Veranschaulichung eines Produkts | Ja | Bietet dem Nutzer einen konkreten Nutzen |
Wichtig ist, dass man Flash nicht um seiner selbst Willen einsetzt oder um das Fehlen guter Inhalte zu kompensieren. Die Nutzer werden dies nämlich sofort merken und sich von Ihrem Angebot abwenden. Flash sollte immer nur in kleinen Dosierungen verabreicht werden und nur, um den Nutzwert bestehender Inhalte zu unterstreichen.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, hinterlassen Sie doch einen Kommentar oder empfehlen Sie uns weiter.
Kommentare
C. Schwell schrieb am 27.10.2009 um 11.24 Uhr:
Es stimmt schon, dass es kontraproduktiv ist in Flash eine HTML-Seite “nachzubauen” nur damit man ein paar schicke Überblendungen oder ähnliches vorweisen kann. Hier stehen die negativen Effekte in keiner Relation zum Nutzen. Was mich an dem Artikel jedoch stört sind die kategorischen Aussagen zur Semantik und Interaktion. Es ist durchaus möglich ( wenn auch mit deutlichen Mehraufwand ) Inhalte aus Flashseiten für Suchmaschinen indizierbar zu machen und es ist selbstverständlich auch möglich, Flash mit einem CMS kommunizieren zu lassen. Fraglich ist die Kosten-Nutzen Relation.

Jan Pietrzyk schrieb am 17.09.2009 um 20.28 Uhr:
Zudem lassen sich viele der Effekte mitlerweile gleichwertig mit Hilfe von Javascript erstellen. Wodurch die Suchmaschinenfreundlichkeit wieder hergestellt wurde.
Im übrigen sollte man an dieser Stelle eventuell auch noch auf typische Interaktionsmuster Eingehen.